Deutschland vs
Paraguay
Schnelle Antwort
Aktuell macht unser Modell aus 10.000 Simulationen Deutschland im Duell Deutschland gegen Paraguay zum Favoriten – 66% Sieg gegenüber 21% Remis. Die Value-Wette: Deutschland zieht in die nächste Runde ein.
Modellwahrscheinlichkeiten
| Sieg | Remis | Niederlage | |
|---|---|---|---|
| 66% | 21% | 13% | |
| 13% | 66% |
Wahrscheinlichkeiten aus 10.000 Simulationen (Marktreferenz). Keine offiziellen Ergebnisse.
Value-Wette
Deutschland zieht in die nächste Runde ein
- Über 2.5 Tore: Ja
- Beide treffen: Nein
So kommen sie ins Duell
Deutschland erreicht das Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 als Sieger der Gruppe E, doch der Weg dorthin war kein gerader. Auf das 7:1 gegen Curaçao und das 2:1 gegen die Elfenbeinküste folgte im letzten Gruppenspiel eine 1:2-Niederlage gegen Ecuador. Diese Pleite beendete eine Serie von neun Siegen in Folge und warf zugleich zwei Fragen wieder auf, die Bundestrainer Julian Nagelsmann beschäftigen dürften: die Stabilität der defensiven Organisation und die Konsequenz seiner offensiven Anführer im Abschluss. Für ein Achtelfinale, in dem ein einziger Fehler das Aus bedeuten kann, ist gerade die defensive Ordnung der Prüfstein.
Trotz des Dämpfers bleibt Deutschland klarer Favorit. Die Mannschaft verfügt über die größere offensive Qualität, mehr individuelle Klasse und mehr Erfahrung in K.-o.-Spielen. Die kreativen Schlüsselspieler heißen Jamal Musiala und Florian Wirtz, im Zentrum des Angriffs sorgt Kai Havertz für Präsenz und Abschluss. Entscheidend wird sein, wie schnell die Defensive nach der Ecuador-Niederlage wieder zu Kompaktheit findet – denn die größte Aufgabe gegen einen tief stehenden Gegner ist nicht das Toreschießen allein, sondern die Absicherung der Restverteidigung gegen Konter.
Personell wiegt ein Ausfall schwer: Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund) zog sich gegen die Elfenbeinküste eine Knöchelverletzung zu und fällt für den Rest des Turniers aus. Damit verliert Nagelsmann eine Option für die linke Innenverteidigung und muss seine defensive Achse neu justieren – ein Umstand, der die ohnehin offene Frage nach der Stabilität in der Abwehr zusätzlich verschärft.
Paraguay steht zum ersten Mal seit 2010 wieder bei einer Weltmeisterschaft und erreichte das Achtelfinale als einer der besten Gruppendritten aus Gruppe D. Nach dem deutlichen 1:4 gegen die USA zum Auftakt drehte die Mannschaft von Gustavo Alfaro den Turnierverlauf: ein 1:0 gegen die Türkei und ein 0:0 gegen Australien. Diese beiden Spiele ohne Gegentor sind das eigentliche Markenzeichen dieser Auswahl – mentale Widerstandsfähigkeit und defensive Disziplin. Dass Paraguay in der Qualifikation sowohl Brasilien als auch Argentinien schlug, zeigt: Diese Mannschaft tritt nicht als geschlagener Außenseiter an, sondern als Block, der ein Spiel über lange Phasen kontrollieren kann.
Auch bei Paraguay gibt es vor dem Anpfiff offene Personalfragen. Diego Gómez (Brighton) ist nach seiner zweiten Gelben Karte des Turniers gegen Australien gesperrt, was dem Mittelfeld einen wichtigen Baustein nimmt. Miguel Almirón kehrt dagegen aus einer Sperre zurück und stärkt die kreative Anbindung. Hinter den Einsätzen von Omar Alderete (Knie) und Ramón Sosa (Muskelprobleme) stehen Fragezeichen, was Alfaros Optionen in Abwehr und Offensive weiter einengt.
Voraussichtliche Aufstellungen
Nagelsmann muss seine Defensive nach dem Schlotterbeck-Ausfall neu ordnen. Im Zentrum dürfte das Innenverteidigerpaar Antonio Rüdiger und Jonathan Tah die Verantwortung übernehmen, abgesichert von einer Doppelsechs aus Aleksandar Pavlović und Felix Nmecha, die dem Block defensive Balance verleihen soll. Auf der linken Außenbahn kehrt Nathaniel Brown nach einem Muskelproblem zurück, während Joshua Kimmich die rechte Seite besetzt. Offensiv soll das Trio Leroy Sané, Musiala und Wirtz die nötige Kreativität liefern, um einen tiefen paraguayischen Block zu knacken – mit Havertz als Zielspieler in der Spitze.
Paraguay dürfte unter Alfaro auf einen kompakten, tief gestaffelten Block setzen, der die Räume zwischen den Linien eng hält und auf schnelle Vorstöße sowie Standardsituationen baut. Gabriel Ávalos gibt als physischer Zielstürmer den Bezugspunkt im Angriff, während Almirón nach seiner Rückkehr für Tempo und Kreativität in der Umschaltbewegung sorgt. Die Sperre von Diego Gómez zwingt Alfaro zu einer Anpassung im Mittelfeld, wo Ordnung und Laufarbeit Vorrang vor Risiko haben.
Beide Aufstellungen sind als Prognose zu verstehen und können sich mit den offiziellen Meldungen und dem Fitnessstand der Schlüsselspieler noch ändern.
Deutschland: Neuer – Kimmich, Rüdiger, Tah, Brown – Nmecha, Pavlović – Sané, Musiala, Wirtz – Havertz.
Paraguay: Gill – Cáceres, Alderete, Velázquez, Alonso – Almirón, Galarza, Cubas, Mauricio – Ávalos, Enciso.
Direkter Vergleich (H2H)
Deutschland und Paraguay sind bislang erst zweimal aufeinandergetroffen, und die Bilanz spricht knapp für die DFB-Auswahl: ein Sieg und ein Remis. Trotz der dünnen Datenlage hat eine dieser beiden Begegnungen besonderes Gewicht, weil sie genau in der Konstellation stattfand, die nun erneut ansteht – einem WM-Achtelfinale.
Bei der Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan setzte sich Deutschland im Achtelfinale mit 1:0 durch. Oliver Neuville erzielte den entscheidenden Treffer erst in der 88. Minute und brachte die deutsche Mannschaft damit ins Viertelfinale. Das Spiel ist ein Lehrstück über genau jenes Szenario, das auch diesmal droht: ein defensiv organisiertes Paraguay, das ein Favoritenteam über weite Strecken neutralisiert, bis sich die individuelle Qualität in einem einzigen Moment durchsetzt. Die zweite Begegnung war ein Testspiel im Jahr 2013, das mit einem torreichen 3:3 endete und vor allem die offensiven Möglichkeiten beider Teams unterstrich.
Frühere Begegnungen im Überblick:
- 2002: Deutschland – Paraguay 1:0 (WM-Achtelfinale, Tor Neuville 88.)
- 2013: Deutschland – Paraguay 3:3 (Testspiel)
Marktanalyse
Wie das Duell entschieden wird
Taktisch ist die Rollenverteilung eindeutig: Deutschland muss das Spiel machen, Paraguay wird versuchen, das Tempo zu drosseln und das Ergebnis so lange wie möglich offenzuhalten. Unser Modell sieht Deutschland klar im Vorteil; ein Weiterkommen Paraguays wäre eine große Überraschung. Das wahrscheinlichste Szenario ist ein deutscher Sieg innerhalb der regulären Spielzeit – Verlängerung und Elfmeterschießen gelten als unwahrscheinlich. Paraguays Weg zur Sensation führt über defensive Disziplin: das Tempo verlangsamen, die Räume zwischen den Linien verdichten, das Spiel lange ausgeglichen halten und über Standards, Konter sowie Fehler im deutschen Aufbau gefährlich werden. Genau dieses Drehbuch hat 2002 fast funktioniert – und es ist auch diesmal die realistischste Hoffnung der Südamerikaner.
Tor-Linien
Die Einordnung tendiert zu mindestens zwei Treffern in der Partie, ohne dass ein Kantersieg zu erwarten wäre. Deutschland verfügt über die Mittel, einen tiefen Block zu knacken, doch Paraguay hat in seinen letzten beiden Spielen zweimal zu null gespielt und damit gezeigt, dass es Räume konsequent zustellen kann. Beim Markt „Beide Teams treffen“ neigt die Einschätzung zu nein: Ein deutsches Spiel ohne Gegentor gilt als wahrscheinlicher als ein paraguayischer Treffer, weil die Offensive der Gäste nach dem Auftakt vor allem auf wenige, geplante Gelegenheiten setzt.
Was die Zahlen sagen
Qualitativ zusammengefasst: Deutschland ist klarer Favorit auf Sieg und Weiterkommen, mit der größeren offensiven Qualität und mehr K.-o.-Erfahrung. Paraguay setzt auf mentale Robustheit, defensive Organisation und die wenigen Nadelstiche, die ein kompakter Block zulässt. Der unsere Modellsicht stützende Wert liegt klar auf der Seite des deutschen Weiterkommens. Die eigentliche Spannung liegt weniger in der Frage, wer gewinnt, als darin, ob Paraguay das Spiel lange genug eng hält, um den Favoriten nervös zu machen.
Häufige Fragen
Wann und wo wird Deutschland gegen Paraguay gespielt?
Die Partie findet am Montag, dem 29. Juni 2026, im Rahmen des Achtelfinales der Weltmeisterschaft 2026 statt. Austragungsort ist das Gillette Stadium in Foxborough nahe Boston.
Wer ist Favorit?
Deutschland ist der klare Favorit auf Sieg und Weiterkommen. Die Mannschaft hat die größere offensive Qualität und mehr Erfahrung in K.-o.-Spielen, während Paraguay auf einen disziplinierten, tief stehenden Block setzt.
Spielt Nico Schlotterbeck?
Nein. Schlotterbeck zog sich gegen die Elfenbeinküste eine Knöchelverletzung zu und fällt für den Rest des Turniers aus.
Wer ist bei Paraguay gesperrt?
Diego Gómez (Brighton) ist gesperrt, nachdem er gegen Australien seine zweite Gelbe Karte des Turniers sah. Miguel Almirón kehrt dagegen aus einer Sperre zurück.
Haben sich Deutschland und Paraguay schon bei einer WM getroffen?
Ja. Bei der WM 2002 trafen beide im Achtelfinale aufeinander. Deutschland gewann mit 1:0 durch einen späten Treffer von Oliver Neuville in der 88. Minute. Das einzige weitere Duell war ein 3:3 im Testspiel 2013.
Gegen wen spielt der Sieger?
Der Sieger dieses Achtelfinals trifft in der nächsten Runde auf den Gewinner einer weiteren Achtelfinalpaarung. Der konkrete Gegner steht erst nach Abschluss dieser Partie fest.